Brennwert

Holz ist ein Naturprodukt und unterliegt in seinem Aufbau und seiner Zusammensetzung Schwankungen. Dies kann sich auf den Brennwert oder das Volumen auswirken. Als Kaminholz werden die klassischen Laubholzarten, wie Buche, Esche, Eiche, Birke, Erle und Ahorn bezeichnet. Dabei wird in der Regel die ofenfertige Schnittlänge von 25 cm angeboten, Sondergrößen zwischen 20 und 50 cm sind auf Anfrage bei vielen Händlern aber auch zu erhalten.

 Wichtig bei der Auswahl von Kaminholz sind der Brennwert, die Restfeuchte sowie der Verwendungszweck. Kaminholz wird in seinem Brennwert oft unterschätzt; immerhin hat ein Raummeter (rm) Eichenholz einen Brennwert von ca. 2100 KWh. Dies entspricht ungefähr einer Menge von 195 Liter Heizöl.

  Brennwert Holz

Brennwert Holz

Selbst Weichholzsorten, wie Linde oder Fichte, haben noch Brennwerte zwischen 1500 und 1600 KWh und ersetzen somit ca. 130 bis 140 Liter Heizöl.

 

Beachten Sie, dass sich diese Werte auf eine Restfeuchte des Kaminholzes von ungefähr 15-20 % beziehen, welche den optimalen Brennwert garantiert. Der Brennwert von Holz ergibt sich aus dem Heizwert der Trockenmasse, von welchem die Energie abgezogen werden muss, die zum Verdampfen des enthaltenen Wasseranteils benötigt wird. Diese beträgt 0,68 Kilowattstunden je Kilogramm Wasser.
Absolut trockenes Laubholz hat einen Heizwert von ca. 5 kWh/kg. Der Heizwert von Nadelholz liegt mit 5,3 kWh/kg etwas höher.

Holz mit dem besten Brennwert für den Kamin

Oftmals stellt sich dem Kamin-Besitzer die Frage, welches Holz wohl das Beste für den Kamin oder die Energieausbeute ist.
 

Buchenholz ist ohne Zweifel das Brennholz mit den meisten Vorteilen, es ist allerdings auch das teuerste Brennholz und oft rechtfertigt die Qualität nicht den großen Preisunterschied z. B. zu Ahorn oder Kiefer. Buche hat einen durchschnittlichen Brennwert, ist aber durch die hohe Dichte schwerer als z. B. Nadelholz. Daher brauchen Sie weniger Buchenholzscheite zum Heizen, als beim Verfeuern von Fichtenholz.

 

Optimalen Brennwert erreichen

Auf jeden Fall sollte das zum Heizen verwendete Holz trocken sein, da sonst der optimale Brennwert nicht erreicht wird. Energieverluste von bis zu 30 % sind bei nassem Kaminholz hinzunehmen. Außerdem werden nicht die Temperaturen erreicht, die zum Verbrennen aller Schadstoffe und zur Feinstaubminimierung benötigt werden. Im Extremfall kann Ihnen der Schornsteinfegermeister den Betrieb Ihrer Feuerstelle untersagen.

Brennstoffhändler garantieren optimalen Brennwert

Die bei vielen Händlern angebotenen Kaminhölzer aus der Trommeltrocknung garantieren zwar eine sofortige Verwendung des Kaminholzes, oftmals wird aber, bedingt durch die Trocknungs-Technologie, ein schlechtes Anzündverhalten beobachtet. Die Erklärung ist einfach und erklärt sich durch den Trocknungsprozess, bei dem die Holzscheite in einer rotierenden Trommel getrocknet werden. Dies schleift alle Kanten, Rindenstücke und Faseranteile aus dem Spaltvorgang ab, sodass beim Anzünden die Flammen keine offenen Angriffsflächen haben. Dieser Nachteil wird aber sicherlich durch den erhöhten Brennwert durch minimale Restfeuchte ausgeglichen.

Händler für Kaminholz und Brennstoffe - regionales Verzeichnis:

Baden-WürttembergNiedersachsenSachsen
BayernNordrhein-WestfalenSachsen-Anhalt
BerlinRheinland-PfalzSchleswig-Holstein
BrandenburgNiedersachsenThüringen
HansestädteNordrhein-WestfalenAusland
HessenRheinland-PfalzSonstiges
Mecklenburg-VorpommernSaarlandHändler hinzufügen

Richtige Lagerung erhöht den Brennwert

Ein weiteres wichtiges Kapitel zur Brennwert-Optimierung ist die richtige Lagerung von Brennholz. Dazu gehört erst einmal die Erkenntnis, dass ein Trocknungsprozess optimale Verhältnisse benötigt. Holz braucht rundum Luft, insbesondere ist der Abstand zum Boden wichtig, da mit Feuchtigkeit angereicherte Luft nach unten absinkt. Kann die Luft hier nicht abziehen, legt sich die Feuchtigkeit wieder an das Brennholz und der Stapel beginnt von unten her zu faulen. Deshalb sollte auch nach unten mindestens 30 Zentimeter Luft sein, um eine Zirkulation zu gewährleisten. Gleiches gilt für die Seitenabstände. Als Abdeckung ist eine Folie oder Plane gegen Witterungseinflüsse anzuraten, um vor Feuchtigkeit zu schützen.

Lagerung und Lüftung wichtig für den Brennwert

Ordentlich belüftet und in sonniger Lage trocknet Kaminholz innerhalb eines Sommers so weit, dass es ohne Bedenken verbrannt werden kann. Eine Abdeckung nach oben sollte immer gewährleistet sein. Hartholz wie Eiche trocknet übrigens langsamer als Weichholz. Probleme, die bei der Lagerung auftauchen können, sind Schimmelbildung und ausbleibende Trocknung. Beides ist immer ein Lüftungs- oder Standortproblem. Ungezieferbefall ist auch oftmals vom Standort abhängig. Untersuchen Sie Holz beim Einkauf auf jeden Fall augenscheinlich auf möglichen Holzwurmbefall. Die Gefahr, dass Holzwürmer auf Schuppen oder Gebäudeteile übergreifen, ist eher gering, da die meisten Schädlinge nach Ablauf der Entwicklungsstufen ihren Standort verlassen und sich einen arttypischen Standort zur Vermehrung suchen. Dies ist meist nicht der trockene Kaminholzstapel.

Sicherheit

Vergessen Sie auch nicht, den Holzstapel, gleich, in welcher Form Sie die Scheite zu Lager bringen, ordentlich zu sichern; spielende Kinder können hier schnell zu Schaden kommen oder Sturmböen können Ihr Kunstwerk zerstören.

Brennwert seigern, Wohnqualität erhöhen und Kosten sparen

Ein Kamin, befeuert mit trockenem Kaminholz, ist bei den gestiegenen Energiekosten nicht nur eine preisgünstige Alternative zu herkömmlichen Heizungsanlagen, sondern gilt auch als ein idealer Wärmespender für all jene, die sich schnell und relativ preiswert das Erlebnis "Feuer" in die eigenen vier Wände holen möchten.

Hinweis. Wollen Sie über Neuigkeiten und Aktuelles zum Thema Brennstoffe informiert werden, so tragen Sie sich doch einfach in unseren kostenlosen Newsletter ein. Sie erhalten dann alle News zum Thema bequem per E-Mail. Alternativ können Sie auch den von uns angebotenen RSS-Feed nutzen.